Blindflug
Bei der Blindzeichnung fragt das Hirn die Zeichnerin zunächst: „Ey, geht’s noch?!“ Und dann entspannt es sich, weil es „kann ja eh nix machen und schon gar nix dafür und ist nur mit.“ Und sobald es aufhört zu jaulen und erlaubt, dass sich die Augen auf das konzentrieren, was sie am besten können, nämlich „genau hingucken“, geht es mit pfadfinderischer Sicherheit im Anblick des Zeichenobjekts spazieren. Die Hand macht den Rest. Und das Ergebnis? Kann klappen, muss aber nicht. Und wenn es klappt, gehört für mich eine pure Blindzeichnung zu den echtesten, ausdrucksstärksten und authentischsten Grafiken überhaupt. Und dann ist das Hirn auch recht zufrieden.

